Weihnachtsdekoration: Wie weit darf der Mieter gehen?

Die Vorweihnachtszeit hat begonnen und viele schmücken bereits ihre Wohnungen, Häuser und Vorgärten mit weihnachtlichen Lichterketten, leuchtenden bzw. blinkenden Rentieren und singenden Weihnachtsaccessoires – zum Leiden mancher Nachbarn und Vermieter. Und jedes Jahr stellt sich dann die Frage: Wie weit darf der Mieter bei der Weihnachtsdekoration gehen?

Grundsätzlich darf er in seiner Wohnung zur Weihnachtszeit frei nach seinen Wünschen und Vorstellungen dekorieren, da die Dekoration zum üblichen Gebrauch der Wohnung gehört. Ein gesetzliches Verbot hierfür gibt es nicht. Gleiches gilt auch für Fenster und Balkone. „Allerdings sind dem Mieter dort Grenzen gesetzt, wo andere durch die Dekoration übermäßig gestört werden. Auch – und gerade – in der besinnlichen Weihnachtszeit sollen und müssen Nachbarn aufeinander Rücksicht nehmen“, erklärt. So dürfen u.a. helle Lichterketten den Nachbarn nachts nicht beim Schlafen stören. Und so schön Weihnachtsmusik für manche sein mag – auch die von der Dekoration ausgehende Weihnachtsmusik darf die Nachbarn nicht unangemessen beeinträchtigen. „Um Streitigkeiten zwischen Nachbarn zu vermeiden, sollten grelle, blinkende Lichterketten und Co. nur für einen gewissen Zeitraum betrieben und jedenfalls zur Nachtzeit ab 22 Uhr ausgestellt werden“, empfiehlt Haus und Grund Peißenberg. Zudem muss der Mieter sicherstellen, dass eine außerhalb der Wohnung angebrachte Dekoration (z.B. am Balkon oder dem Fensterbrett) ausreichend gesichert ist und Dritte hierdurch nicht gefährdet werden. Soll die Dekoration außerhalb der eigenen Wohnung erfolgen, beispielsweise an der Außenfassade und muss hierfür unter Umständen auch gebohrt werden, so ist vorher die Zustimmung des Vermieters einzuholen. Auch das gemeinschaftliche Treppenhaus darf nicht auf eigene Faust dekoriert werden, wenn die übrigen Hausbewohner hierdurch gestört werden könnten. Ein Adventskranz an der Wohnungstür hingegen, stellt dem Grunde nach keine Beeinträchtigung dar und ist üblicherweise von den Nachbarn zu dulden. „Kurz gesagt: Mieter dürfen ihre Wohnung in ein Weihnachtsparadies verwandeln, solange Nachbarn und Bewohner hierdurch nicht übermäßig gestört werden. Rücksichtnahme ist stets geboten“.

 

Haus und Grund Peißenberg wünscht allen Mitgliedern Frohe Weihnachten

und einen schönen Rutsch ins Jahr 2021

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