Montag, 7. September 2015

Kosten für den Wohnungsbau senken!

Hohe Wohnungsnachfrage erfordert schnelles Handeln

Die Nachfrage nach Wohnraum wird in den nächsten Jahren höher sein als ursprünglich erwartet. Die Politik muss auf diese Veränderung zügig durch eine tiefgreifende Veränderung der Rahmenbedingungen reagieren. Das forderte Dr. Ulrike Kirchhoff, Vorstand von Haus & Grund Bayern.

Dr. Kirchhoff betonte: „Die hohen Zuwanderungs- und Flüchtlingszahlen erfordern ein schnelles Handeln, um den Menschen Wohnungen anbieten zu können. Von den allein in diesem Jahr erwarteten 800.000 Flüchtlingen werden viele dauerhaft in Deutschland wohnen.“ Damit die erforderlichen Wohnungen gebaut werden können, sei ein ganzes Bündel an Maßnahmen erforderlich:

  • Erhöhung der steuerlichen Abschreibung von zwei auf vier Prozent
  • Verstärkte Ausweisung von Bauland
  • Lockerung der energetischen Anforderungen an neue und bestehende Gebäude
  • Mehr Wohnraum in den Innenstädten, beispielsweise durch eine baurechtlich erleichterte Aufstockung von Gebäuden
  • Abschaffung der Mietpreisbremse

Nach Auffassung von Haus & Grund Bayern muss die Koordination von Bund, Ländern und Kommunen im Bereich der Wohnungs- und Städtebaupolitik wesentlich verbessert werden, um die aktuellen Herausforderungen bewältigen zu können.