Montag, 9. November 2015

Intelligente Stromzähler auf Kosten der Verbraucher

Stromkosten steigen um bis zu 100 Euro pro Jahr und Haushalt

Strom wird bald pro Haushalt jährlich um bis zu 100 Euro teurer. Darauf weist Dr. Ulrike Kirchhoff, Vorstand von Haus & Grund Bayern, mit Verweis auf einen Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Digitalisierung der Energiewende hin. Die Bundesregierung will den Einsatz von intelligenten Stromzählern zwar zunächst nur für größere Haushalte vorschreiben. Gleichzeitig räumt sie den Stromunternehmen aber das Recht ein, intelligente Stromzähler auch gegen den Willen der Eigentümer und Mieter zu installieren. Die damit zusammenhängenden Kosten von bis zu 100 Euro müssen die Haushalte selbst tragen.

„Es ist kaum mehr glaubhaft, wenn die Bundesregierung die hohen Wohnkosten beklagt und parallel das Wohnen mit solchen Projekten immens verteuert“, kritisiert Dr. Kirchhoff die Pläne. Die Kosten und die von der Bundesregierung erwarteten Einsparungen pro Haushalt stünden in keinem vernünftigen Verhältnis. 

Darüber hinaus sei die Bezeichnung als „intelligente Stromzähler“ irreführend. Denn die neuen Geräte haben keinen Mehrwert für den Verbraucher, sondern ermöglichen nur den Stromkonzernen eine Renditeoptimierung. „Dieses Vorhaben bietet weder klimapolitische noch ökonomische Vorteile und sollte deshalb ersatzlos gestrichen werden“, fordert Dr. Kirchhoff .