Dienstag, 3. Februar 2015

Betriebssicherheitsverordnung: Sicherheitsbestimmungen für Aufzüge werden verschärft

Am 1. Juni 2015 wird die neue Betriebssicherheitsverordnung in Kraft treten. In ihr sind auch Regelungen zum Betrieb von Aufzügen in Mehrfamilienhäusern enthalten.

Aufzüge müssen alle zwei Jahre von einer zugelassenen Überwachungsstelle geprüft werden. Die Prüfaufzeichnungen und Prüf­be­scheinigungen müssen aufbewahrt werden.

Folgende neuen Pflichten für Vermieter ergeben sich aus der Änderung Betriebssicherheitsverordnung:

    Aufzüge müssen auch vor Inbetriebnahme von einer zugelassenen Überwachungsstelle geprüft werden. Bisher war dies für reguläre Personenaufzüge innerhalb des Gebäudes nicht erforderlich.

    Zwischen den alle zwei Jahre erfolgenden Prüfungen muss jeweils eine Zwischenprüfung von einer zugelassenen Überwachungsstelle durchgeführt werden. Bisher konnte die Zwischenprüfung von einer Wartungsfirma durchgeführt werden, die keine zugelassene Überwachungsstelle ist.

    Die neue Regelung sieht vor, dass zukünftig eine Kennzeichnung im Aufzug angebracht werden muss, aus der sich Monat und Jahr der nächsten Prüfung ergeben.

    Aufzüge müssen zukünftig über ein Zweiwege-Kommunikationssystem verfügen, über das ein Notdienst erreicht werden kann. Außerdem muss ein Notfallplan angefertigt werden. Bestehende Aufzüge müssen bis zum 31. Dezember 2020 entsprechend nachgerüstet werden. Bisher reichte es aus, wenn gewährleistet wurde, dass auf Notrufe aus dem Aufzug in angemessener Zeit reagiert wird (Alarmklingel).